Nadja Blaßdörfer bei der Freisprechung 2019
 
9. Oktober 2018

Traditionelle Freisprechung im Team WAREMA

Von der Konditorin, die zur Maschinen- und Anlagenführerin wurde

Nadja Blaßdörfer bei der Freisprechung 2019


Am 8. Oktober fand bei WAREMA die traditionelle Freisprechung statt. Im feierlichen Rahmen wurden zehn ehemalige Auszubildende für die bestandenen Abschlussprüfungen geehrt.

Gratulieren konnte ich auch einigen Weiterbildungsabsolventen, insbesondere zwölf Kolleginnen und Kollegen, die von Oktober 2017 bis Mai 2018 in Vollzeit eine verkürzte Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer gemacht haben. Alle haben mit tollen Ergebnissen bestanden. Ich habe mich mit Nadja Blaßdörfer aus dem Produktionsbereich Insektenschutz unterhalten. Sie erzählte mir, wie sie zur Weiterbildung gekommen ist und welche Erfahrungen sie in dieser Zeit gesammelt hat.

Seit wann bist du bei WAREMA und was waren bisher deine Aufgaben?
Über eine Leiharbeitsfirma habe ich 2010 einen Job bei WAREMA gefunden. Acht Monate später wurde ich fest übernommen. Damals arbeitete ich im Raffstore-Bereich, vorwiegend im Oberkasteneinbau, später auch in der Komplettierung. Im April 2017 wechselte ich in die Endmontage Insektenschutz.

Wie bist du auf die Weiterbildung aufmerksam geworden?
In einer unserer wöchentlichen Gruppenbesprechungen wurde uns mitgeteilt, dass WAREMA Fachkräfte fördern möchte und angelernte Produktionsmitarbeiter/-innen eine Weiterbildung zum Maschinen-und Anlagenführer anbietet. Bei Interesse könne man sich dann bei seinem jeweiligen Abteilungsleiter melden.

Und wie ging es dann weiter?
Ganz ehrlich, ich musste mich online erst einmal über den Beruf informieren. Nach ein paar Tagen Recherche habe ich mich dann dafür entschieden, mich für die Weiterbildung zu melden. Neben mir hatten auch noch zahlreich andere Mitarbeiter Interesse und es wurde eine kleine Infoveranstaltung organisiert. Hier wurde uns der grobe Ablauf der acht-monatigen Weiterbildung vorgestellt.  Aus allen Mitarbeitern wurden dann zwölf ausgewählt, die an der Maschinen-und Anlagenführer Weiterbildung teilnehmen durften.

Warum hast du dich für die Weiterbildung entschieden?
Ich finde es wichtig sich immer weiter zu entwickeln, seinen Horizont zu erweitern und sich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Immerhin komme ich ursprünglich als ausgebildete Bäckerin und Konditorin aus einer komplett anderen Branche. Bis zur Weiterbildung war ich also als angelernte Kraft bei WAREMA tätig. Der Maschinen-und Anlagenführer ist jetzt meine dritte Ausbildung und gibt mir als Quereinsteiger die Chance, in Zukunft als Fachkraft bei WAREMA zu arbeiten.

Zurück auf der Schulbank, wie war das für dich?
Es war zuerst sehr ungewohnt und anfangs schwierig. Immerhin musste ich nun acht Stunden in der Schule sitzen und lernen, anstatt in der Produktion zu arbeiten. Auch das muss man erstmal wieder lernen!
Aber die Schulzeit war sehr interessant, spannend und hat in der Gruppe viel Spaß gemacht. Bis zum Start der Weiterbildung hatte ich wenig Ahnung von Pneumatik, technischer Kommunikation, Werks-, Betriebs-, Hilfsstoffen und vielen anderen Themen. Auch das Fachrechnen war anfangs eine kleine Herausforderung. Da waren abends nach der Schule noch einmal zusätzliche Stunden nötig, um alles zu verstehen und zu wiederholen. Man darf auch nicht vergessen, der Maschinen- und Anlagenführer ist ein Ausbildungsberuf der eigentlich 2,5 Jahre dauert. Aber alles in allem war es eine super tolle Zeit, in der ich viel Neues lernen durfte. Ich würde es sofort wieder machen.

Was hat dir an der Weiterbildung am besten gefallen?
Definitiv, dass ich WAREMA noch besser kennen lernen konnte. Wir hatten neben den Theorie- und „Training on the Job“-Phasen, auch sehr interessante WAREMA Inhalte auf unserem Stundenplan. Beispielsweise konnten wir zwei Tage lang alle Produktionsbereiche genauer kennenlernen, sowie einen kompletten Tag in der Instandhaltung verbringen. Auch in der Ausbildungswerkstatt verbrachten wir eine ganze Woche, wo wir einen Metallgrundkurs absolvierten, die Grundlagen von Pneumatik lernten und uns die Kunststofftechnik noch genauer anschauten. Es waren auch mehrere Tage dabei, an denen uns WAREMA Kollegen Themen wie Technisches Zeichnen, Qualitätsmanagement und Entscheidungsanalyse sowie Arbeitssicherheit und Umweltschutz näher gebracht haben. Außerdem durfte natürlich ein WVP-Basiskurs nicht fehlen, bei dem wir unsere eigenen Verbesserungsvorschläge direkt mit umgesetzt haben.

Und was ist dein Fazit zu der Weiterbildung zum Maschinen-und Anlagenführer?
Für mich sind eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium zwar wichtig und eine gute Basis, aber man kann durch eine Weiterbildung neue Perspektiven für die eigene berufliche Zukunft erlangen. Ich bin WAREMA dankbar für die Möglichkeit der Weiterbildung. Ich konnte mich dadurch persönlich entwickeln und größeres Fachwissen aufbauen. So programmiere und bediene ich jetzt eine CNC-Fräsmaschine in der Insektenschutzproduktion. Aber auch WAREMA hat gewonnen, nämlich neue Fachkräfte, die aufgrund ihres Vorwissens jetzt noch flexibler einsetzbar sind. Somit hatte die Weiterbildung einen großen Nutzen für beide Seiten. Nicht jede Firma bietet ihren Mitarbeitern so eine Chance, sich bei voller Bezahlung in Vollzeit weiterzubilden. Ich kann jedem nur empfehlen, eine solche Chance zu nutzten, wenn sie sich ergibt.
Und man sollte offen für Neues sein und keine Angst vor dem Lernen habe. Wenn man mal wieder drin ist macht es richtig Spaß und es lohnt sich!

Vielen Dank für das Gespräch. Nadja!

Wer bei WAREMA auch als Fachkraft durchstarten möchte, findet mehr Infos auf unserer Karriereseite.